Handel mit Währungen: So geht es

Der Handel mit Währungen gilt als Königsdisziplin für der Trader. Doch nicht nur professionelle Anleger können Devisen traden. Die Einstiegshürden sind heute überraschend gering, die Kosten bei einem guten Devisen Broker ebenfalls. Wie funktioniert Währungshandel? Welche Vorteile bietet das Segment gegenüber anderen Anlageklassen? Mit welchen Strategien können Kleinanleger punkten?

Wie funktioniert Währungshandel?

Währungshandel wird auch als Foreign Exchange, kurz: FX bezeichnet. Der FX Handel ist ein dezentral organisierter Markt. Gehandelt wird nicht über einer zentrale Börse wie im Aktienhandel. Stattdessen handeln die Marktteilnehmer direkt untereinander, allerdings typischerweise auch über Marktplätze, die allerdings nicht in jeder Hinsicht mit einer Börse vergleichbar sind.

Im Währungshandel werden nicht Geld gegen Aktien oder Rohstoffe getauscht, sondern eine Währung gegen eine andere. Während ein Großteil des Volumens um FX Markt auf realwirtschaftliche Prozesse entfällt (zum Beispiel die Finanzierung von Handelsgeschäften), geht es im Währungstrading um die Gewinnerzielung durch Spekulation. Marktteilnehmer spekulieren auf Kursveränderungen.

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Handelbare Werte über 1000
Spreads (bspw.) EUR/USD: 1,20 Pips
DAX: 2,0 Punkte
Dow Jones: 6,0 Punkte

Grundlagen zum FX Handel

Doch wie funktioniert dies? Wer mit Währungen handeln möchte, muss zunächst die wesentlichen Begrifflichkeiten dieses Segments kennen.

Mengennotierung und Nachkommastellen

Was ist Trading mit Währungen? Gehandelt werden stets zwei Währungen gegeneinander. Bei der in Europa gebräuchlichen Mengennotierung wird der Preis im Handel mit Euro gegen US-Dollar zum Beispiel als EUR/USD: 1,2050 notiert. Das bedeutet, dass für 1,0 EUR am Markt 1,2050 USD gezahlt werden. Die Notierung mit vier Nachkommastellen ist Standard. Bei FX Brokern erfolgt die Notierung sogar mit fünf Nachkommastellen.

Slots und Pips

Kursveränderungen am FX Markt werden häufig in sogenannten Pips gemessen. Ein Pip ist definiert als die Veränderung des Kurses um eine Einheit auf der vierten Nachkommastelle. Steigt der EUR/USD Kurs zum Beispiel von 1,2050 auf 1,2051, entspricht dies einem Kursgewinn in Höhe von 1,0 Pips.

Ein Standardlot im FX Handel entspricht 100.000 Einheiten der Basiswährung. Bei einer Notierung in der Form EUR/USD ist dies der Euro (USD ist dagegen die Kurswährung). Auch wenn ein Lot auf Finanzmärkten oft die Mindestkontraktgröße angibt, können Privatanleger vor allem bei CFD Brokern Währungen auch mit kleineren Volumina handeln. So ist es zum Beispiel möglich, Mini- oder Microlots zu handeln. Ein Microlot entspricht dann 1000 EUR.

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Margin

Anleger, die Währungspaare handeln, müssen in aller Regel nicht den gesamten Wert ihrer Position durch Eigenkapital aufbringen. FX Handel ist Margin Handel. Für Privatanleger ist es gemäß der geltenden Regulierungsbestimmungen möglich, FX Paare mit ca. 33-fachem Hebel zu handeln.

Beispielhafter Ablauf eines FX Geschäfts

Währungshandel bedeutet, auf die Auf- bzw. Abwertung einer Währung gegen eine andere zu spekulieren. In der Praxis handeln Privatanleger FX Kontrakte genauso einfach wie DAX, Dow Jones oder Gold. Doch was steht hinter einem Geschäft im Währungshandel?

Technisch gesehen bedeutet die Spekulation auf die Abwertung einer FX Währung, sich zunächst in dieser zu verschulden. Anschließend wird das geliehene Geld in eine andere Währung umgetauscht und am Geldmarkt angelegt. Tritt die prognostizierte Abwertung ein, erfolgt der Rücktausch des Geldes.

Dazu ein Fallbeispiel. Der EUR/USD notiert bei 1,2050. Für 100.000 EUR werden am FX Markt also 120.500 USD gezahlt. Ein Anleger rechnet mit einer Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro. Deshalb nimmt ein Kredit über 120.500 USD auf. Diesen Betrag tauscht er zum aktuellen Kurs in EUR.

Der Anleger verfügt nun über zwei Konten. Es gibt ein im Soll befindliches Konto mit einem Saldo von -120.500 USD. Auf der Gegenseite steht ein im  Haben befindliches Konto mit einem Guthaben von 100.000 EUR.

Nun steigt der EUR/USD Kurs auf 1,2550. Für 100.000 EUR werden am Markt also 125.500 USD gezahlt. Der Anleger löst das EUR Guthabenkonto auf und tauscht es zu diesem Kurs in US-Dollar um. Dementsprechend erhält er 125.500 USD. Mit diesem löst er den Sollsaldo auf dem USD Konto in Höhe von 120.500 USD ab. Das Konto ist nun ausgeglichen. Dem Anleger verbleiben jedoch 5000 USD. Dies ist der Kursgewinn.

Diese Vorteile bietet Währungshandel Anlegern

Währungshandel bzw. aktives Trading mit Währung bietet Anlegern einige Vorteile. So ist der dezentrale Markt 24/5 eröffnet. Der Handel beginnt für Europäer am Sonntagabend gegen 23:00 Uhr und endet erst am Freitagabend um 22:00 Uhr. Dadurch kommt es unter der Woche nicht zu Eröffnungslücken, wie sie im Aktien- und Rohstoffhandel vorkommen können.

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Ein weiterer Vorteil sind die geringen Marginsätze. Anleger benötigen relativ wenig Eigenkapital. Privatanleger können in der Regel mit 33-fachem Hebel handeln. Die Abbildung unten zeigt das Orderticket eines Brokers, in dem die notwendige Initial Margin für den Handel mit 1,0 Standardlots angezeigt ist.

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Quelle: Plus500.com

Devisen Trading über FX Broker

Der Weg zum Handel mit Währungen führt für Privatanleger über FX Broker. Die meisten dieser Anbieter ermöglichen den Handel mit Währungspaaren über den rechtlichen Mantel eines CFDs. Die Kosten fallen in der Regel recht gering aus. Dies gilt jedenfalls bei den besseren Anbietern am Markt. Typischerweise ist die Kontoführung kostenlos und ab ca. 100 EUR Mindesteinlage möglich. Softwarelösungen wie MetaTrader sind zumeist ebenso inklusive wie der Zugang zu Handelssignalen und weitere Extras. Währungen traden ist dadurch auch für Kleinanleger recht einfach möglich.

Kosten im FX Trading

Die Kosten im Handel mit Währungen setzen sich aus Finanzierungskosten, Kommissionen und Spreads zusammen. Kommissionen fallen nicht bei allen Brokern ein. Allerdings ist kommissionsfreier Handel nicht zwingend günstiger. FX Broker können ihre Deckungsbeiträge auch innerhalb der Spreads platzieren.

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Ein Spread von 1,0 Pips im Handel mit 1,0 Standardlots im EUR/USD entspricht Kosten in Höhe von zehn US-Dollar. Bei günstigen Brokern ist kommissionsfreier Handel zu Spreads deutlich unter 1,0 Pips möglich. Im besten Fall fallen lediglich 0,2-0,4 Pips an. Dies hängt jedoch auch von der Marktliquidität und der Tageszeit ab.

Handel mit Währungen: So geht es screenshot 2

Quelle: Plus500.com

Alternativen zu FX CFDs

Es gibt Alternativen zu CFDs auf Währungspaare. Anleger können etwa auf Hebelzertifikate oder Futures zurückgreifen. Verschiedene Börsen, darunter die Chicago Mercantile Exchange (CME) und die Eurex haben FX Futures ins Programm genommen. Anleger müssen hier allerdings auf die Kontraktgrößen achten und sollten vor allem Mini- und Micro- Produkte wählen.

Handel mit Währungen: So geht es screenshot 3

Quelle: https://www.cmegroup.com/markets/microsuite/fx.html

Strategien im Währungshandel

Welche Währungshandel Strategien sind verbreitet? Im Handel mit Währungen gibt es in allen Anlageklassen grundsätzlich zwei strategische Ansätze. Anleger können die Märkte fundamental oder technisch analysieren. Für Privatanleger bieten sich technische Überlegungen an.

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Hier gelten dieselben Regeln wie im Handel mit Aktien, Rohstoffen oder anderen Anlageklassen. Insbesondere trendfolgende und Ausbruchstrategien haben sich bewährt. Die Abbildung unten zeigt den Kursverlauf des EUR/USD, der an einem Widerstand gescheitert ist und daraufhin eine Trendwende einleitete.

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Quelle: Tradesignalonline.com

Fazit

Währungshandel ist für Privatanleger mit niedrigen Hürden möglich. Bereits ab 100 EUR Mindesteinlage eröffnen CFD Broker Konten. Da auch die Marginsätze recht gering sind, reichen auch kleine Kontogrößen für den Einstieg aus. Die Kosten sind bei günstigen Brokern mit deutlich unter zehn US-Dollar pro 100.000 EUR Handelsvolumen sehr gering.