FXCM

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FXCM ist ein etablierter Broker mit starkem Hintergrund. Das Marktmodell ist gut, weil es auf vielen Liquiditätsanbietern basiert. Die Spreads in vielen wichtigen Hauptwährungspaaren sind für alle Kunden solider Durchschnitt, für aktive Trader sogar sehr günstig.
Min. Einzahlung 300 EUR
Handelbare Werte über 100
Forex
4.10 / 5
CFD
3.90 / 5
74,74% der Privatanleger verlieren Geld bei diesem Anbieter.
FXCM im Brokervergleich - Unsere Erfahrung

FXCM ist seit 1999 am Markt und einer der bekanntesten Forex Broker überhaupt. Zum Angebot gehören mehrere Profi-Plattformen, STP Trading mit FX Major Spreads ab 0,30 Pips und diverse Extras.

Regulierung, Hintergrund und weitere Details zum FXCM Broker

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Die FXCM LTD mit Sitz in London wird durch die britische Financial Conduct Authority (FCA) überwacht. Es gibt zusätzlich eine deutsche Zweigniederlassung (FXCM Germany). Diese ist bei der BaFin registriert, wird durch diese jedoch nicht wesentlich beaufsichtigt.

Ein Blick auf die FXCM Einlagensicherung: Durch die britische Regulierung ist der Broker auch an die Anlegerentschädigungseinrichtung FSCS (Financial Services Compensation Scheme) angebunden. Diese erstattet im Entschädigungsfall bis 85.000 GBP pro Kunde.

Führt FXCM Abgeltungsteuer ab? Durch die Kontoführung in Großbritannien unterbleibt der automatische Steuerabzug auf Brokerebene. Die Gewinnbesteuerung fällt die in die Verantwortung jedes einzelnen Traders.

FXCM wird zusätzlich in Australien, Südafrika und Frankreich reguliert. Niederlassungen gibt es darüber hinaus in Kanada, Israel, Italien, Griechenland und Hongkong. Der Broker wurde 1999 gegründet. Seit Januar 2015 gehört FXCM zur Leucadia-Unternehmensfamilie.

Die an der Nasdaq notierte Leucadia National Corporation (NYSE: JEF) ist eine Holdinggesellschaft. Zur Holding gehören zum Beispiel die Investmentbank Jefferies, Vermögensverwalter, Immobilienunternehmen, Fahrzeugfinanzierer und der FXCM Broker. Die Jefferies Group LLC ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Holding und nach Darstellung von FXCM die „weltweit einzige unabhängige (…) Investmentbank mit umfassendem Serviceangebot“. Von dieser Investmentbank bezieht FXCM Prime-Brokerage-Dienstleistungen und Liquidität für den Devisenhandel. Jefferies ist demzufolge gleichberechtigt an den Liquiditätspool von FXCM angeboten.

Aufgrund der umfassenden Regulierung und dem finanzstarken Unternehmenshintergrund ist ausgeschlossen, dass bei FXCM Betrug oder Übervorteilung zu befürchten sind. Der Broker wurde zudem in den vergangenen Jahren häufiger durch Prüforganisationen ausgezeichnet. Das Deutsche Kundeninstitut (DKI) bezeichnete FXCM beispielsweise als „verlässlichen Partner in Krisenzeiten“. Die Personal Wealth Awards zeichneten das Unternehmen für die „besten Trading Tools 2020“ aus. Auch in der Kategorie „beste Ausbildung“ erhielt FXCM eine Auszeichnung.

Das Marktmodell: STP mit starkem Liquiditätspool 

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Ein wichtiger Aspekt im FXCM Test ist das Marktmodell. FXCM bietet STP Trading an. Die Kundenorders werden direkt an einen Liquiditätspool weitergeleitet. Für die meisten Trader gilt dabei ein Markup Modell: Der Broker nimmt Aufschläge auf die Spreads des Liquiditätspools vor.

Zu den Mitgliedern des Liquiditätspools gehören verschiedene große Namen. Beispiele: Barclays Bank, Citadel Securities, Citibank N.A., Deutsche Bank AG, XTX Markets Limited, UBS AG und Morgan Stanley.

FXCM fürhrt detaillierte Statistiken zur Orderausführung. Der Broker will komplett auf Requotes verzichten. Den Statistiken zufolge wurden im Jahr 2020 (im anteiligen Berichtszeitraum) 59,92 % aller Orders ohne Slippage ausgeführt. 24,48 % aller Orders wurden mit einer positiven Slippage ausgeführt – das bedeutet, dass die Order zu einem besseren als dem zunächst angezeigten Kurs ausgeführt wurde. Lediglich 11,6 % der Orders wurden mit negativer Slippage ausgeführt. 73,24 % aller Limit- und Limit Entry Orders wurden mit positiver Slippage ausgeführt.

Das FXCM Konto: Alle Infos zu Zahlungen und Gebühren

Die FXCM Mindesteinlage zur Kontoeröffnung beträgt 300 EUR. Kunden aus Europa müssen auf einen FXCM Bonus für die Ersteinzahlung verzichten. Diese ist aus regulatorischen Gründen nicht zulässig. Einzahlungen sind via Banküberweisung, Kreditkarte, Sofortüberweisung (Klarna), Skrill, Neteller und Rapid Transfer möglich. Einzahlungen sind kostenlos. Auszahlungen sind via Überweisung möglich – im Fall einer SEPA Überweisung fällt keine Gebühr an.

Das FXCM Konto ist grundsätzlich kostenlos. Es gibt allerdings eine Inaktivitätsgebühr. Diese beträgt bei EUR Konten (weitere mögliche Kontowährungen sind GBP, CHF und USD) 50 EUR pro Jahr. Die Inaktivitätsgebühr wird nach zwölf aufeinanderfolgenden Monaten ohne Aktivität belastet. Durch die Inaktivitätsgebühr kann das Konto keinen negativen Saldo annehmen.

Wer einen virtuellen privaten Server (VPS) in Anspruch nimmt, muss dafür eine Gebühr in Höhe von 30 EUR pro Monat bezahlen. Die Gebühr entfällt jedoch ab einem durchschnittlichen monatlichen Handelsvolumen von 500.000 EUR monatlich in den letzten drei Monaten. Das Entgelt für den VPS Service wird in diesem Fall zurückerstattet.

Für den (ausschließlich physischen) Umtausch von Währungen fällt eine Umrechnungsgebühr an. Diese Gebühr richtet sich nach der Höhe des umgetauschten Betrags und reicht von 10-150 Pips.

Das Handelsangebot: FX und CFDs

Neben Devisen gibt es bei FXCM eine Reihe weiterer Basiswerte. Dazu gehören Indices, Rohstoffe, Edelmetalle und Kryptowährungen. Außerdem gibt es Baskets für verschiedene Märkte. Der Basiswertekatalog im Überblick:

  • 39 FX Währungspaare
  • 13 Indizes
  • 11 Rohstoffe/Metalle
  • 7 Kryptowährungen
  • Aktien aus mehreren Ländern
  • Baskets für Aktien, Krypto und Forex

Besonderheiten: Baskets für Krypto, Aktien und FX

Bei den Baskets handelt es sich um CFD basierte Portfolios. Diese gibt es für Aktien, Kryptowährungen und den FX Markt. Bei Aktien beziehen sich die Portfolios zum Beispiel auf FFANG, Biotechnologie, Cannabis, E Sports etc. Der Krypto Basket enthält fünf verschiedene Kryptowährungen zu gleichen Teilen (Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple, Bitcoin Cash). Die Baskets im FX-Bereich bilden zum Beispiel den Dollarindex, den Yen  Index oder einen Emerging Markets Index ab.

Konditionen im Handel: Die FXCM Gebühren im Test

Im Handel mit den meisten Kunden werden die FXCM Kosten in den Spreads eingepreist. Dafür fallen keine Kommissionen an. Die Gesamtkosten aus Spreads und Kommissionen für 1,0 Standardlots liegen bei den meisten FX Majors allerdings über der Marke von 10 US-Dollar. So beträgt der typische Spread nach Angaben des Brokers im EUR/USD zumeist 1,4 Pips. Im USD/CHF werden 1,7 Pips, im USD/JPY 1,5 Pips fällig. Wir haben die Angaben des Brokers im Konto überprüft.

Die FXCM Spreads bei wichtigen Währungspaaren im Überblick:

  • Durchschnittlicher Spread EUR/USD: 1,4 Pips (Stichprobe: 1,1 Pips)
  • Durchschnittlicher Spread EUR/GBP: 2,5 Pips (Stichprobe: 1,8 Pips)
  • Durchschnittlicher Spread AUD/JPY: 2,3 Pips (Stichprobe: 2,1 Pips)
  • Durchschnittlicher Spread USD/JPY: 1,5 Pips (Stichprobe: 1,1 Pips)
  • Durchschnittlicher Spread USD/CHF: 1,7 Pips (Stichprobe: 1,4 Pips)
  • Durchschnittlicher Spread EUR/JPY: 2,2 Pips (Stichprobe: 1,8 Pips)

Wie verhält es sich mit den FXCM Kosten bei anderen Basiswerten? Günstig erscheint insbesondere der Spread im BTC/USD. Dieser liegt den Statistiken des Brokers zufolge durchschnittlich bei 26,75 USD. Dies ist weniger als bei vielen anderen Brokern. Bei anderen Basiswerten bewegen sich die Spreads  allerdings in einem durchschnittlichen Bereich oder darüber.

Beispiele laut den Angaben des Brokers sowie zum Vergleich dazu unsere Stichprobe:

  • DAX: 1,87 Punkte (Stichprobe: 1,81 Punkte)
  • Nasdaq 100: 1,41 Punkte (Stichprobe fehlt)
  • WTI US Öl: 0,06 USD (Stichprobe: 0,04 USD)
  • FTSE100: 1,02 Punkte (Stichprobe: 1,1 Punkte)
  • S&P 500: 0,38 Punkte (Stichprobe: 0,63 Punkte)
  • Dow Jones: 2,19 Punkte (Stichprobe: 4,21 Punkte)
  • Gold: 0,51 USD (Stichprobe: 0,36 USD)
  • Silber: 0,05 USD (Stichprobe: 0,042 USD)

Die Abbildung unten zeigt den wesentlichen Teil der in unserer Stichprobe getesteten Spreads.

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Über FXCM können zahlreiche Aktien CFDs kommissionsfrei gehandelt werden. Der Schwerpunkt liegt auf dem US-amerikanischen Markt. Da keine Kommissionen anfallen, preist der Broker seine Margen in den Spreads ein. Wie fallen die FXCM Kosten im Aktienhandel aus? Einige stichprobenbasierte Beispiele:

  • Netflix: Kursstellung 546,74 USD zu 547,95 USD; Spread: 1,21 USD
  • Tesla: Kursstellung 482,21 USD zu 483,94 USD; Spread: 1,73 USD
  • Apple: Kursstellung 131,43 USD zu 131,89 USD; Spread: 0,46 USD
  • Amazon: Kursstellung 3504,49 USD zu 3507,51 USD; Spread: 3,02 USD

Die Abbildung unten zeigt eine Stichprobe mit Live Spreads einiger prominenter Aktien. 

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Besonderheiten bei den Konditionen: Historisch basierte Spreads

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Angaben des Brokers sich auf gemessene durchschnittliche Spreads beziehen. Der durchschnittliche Spread wird bei FXCM quartalsweise gemessen und kann sich somit im Zeitverlauf verändern. In unserer Stichprobe lagen die meisten FXCM Gebühren unterhalb der ausgewiesenen durchschnittlichen Spreads. Dies ist grundsätzlich ein gutes Zeichen im Hinblick auf die Kosten (während der Haupthandelszeiten) sowie die Integrität des Brokers.

Rabatte für Vieltrader: STP ohne Markups mit 62 % Ersparnis

Aktive Trader können zu vergünstigten FXCM Gebühren handeln. Bei einem monatlichen Handelsvolumen von 150-500 Millionen USD wird ein Rabatt von rund 62 % gewährt. Diese prozentuale Angabe bezieht sich auf die FX Hauptwährungspaare EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY, USD/CHF, AUD/USD, EUR/JPY und GBP/JPY.

Trader mit einer solchen Einstufung handeln mit einem Kommissionsmodell. Die Kommission beträgt dann 25 USD pro gehandelter Million. Die Spreads fallen bei diesen Kontomodellen enger aus. Wichtige FX Spreads für Vieltrader im Überblick:

  • EUR/USD: 0,3 Pips
  • AUD/USD: 0,4 Pips
  • EUR/JPY: 0,6 Pips
  • CAD/JPY: 0,7 Pips
  • EUR/CHF: 0,8 Pips
  • EUR/GBP: 0,8 Pips

Für Trader mit einer entsprechenden Einstufung liegen die die Gesamtkosten aus Spreads und Kommissionen damit bei den wichtigsten FX Majors häufig unter der Marke von 10 US-Dollar pro 1,0 Standardlots.

Ein Blick ins Kleingedruckte des Active Trader Programms lohnt sich. Neben einem monatlichen Handelsvolumen von 50 Millionen USD müssen FXCM Kunden für die Teilnahme an dem Programm auch einen Kontostand oberhalb von 25.000 USD vorweisen. Dann allerdings gilt eine Provision in Höhe von 30 USD pro Millionen pro Seite. Die reduzierte Provision von 25 USD pro Millionen pro Seite gilt erst ab einem monatlichen Handelsvolumen von 150 Millionen. Wer mehr als 500 Millionen handelt, wird durch den Broker zur Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice eingeladen. Dann gibt es möglicherweise zusätzliche Rabatte. Auch die Spreads im Active Trader Programm verstehen sich als historisch gemessene, durchschnittliche Spreads.

Die FXCM Gebühren im Vergleich mit der Konkurrenz

Für Teilnehmer des Active Trader Programms gehören die Konditionen im FX Handel zu den günstigsten am Markt. Einzelne Broker bieten jedoch noch etwas bessere Konditionen. Für Kunden außerhalb des Vieltraderprogramms sind die Konditionen überwiegend solider Durchschnitt. Dies gilt für den FX Handel genauso wie für Indices, Rohstoffe und Aktien. Erfreulich ist das hohe Maß Transparenz, mit dem FXCM Kosten ausweist.

Handelsplattformen und TA: Trading Station, MetaTrader4, NinjaTrader und mehr

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Wer mit FXCM Erfahrungen machen möchte, muss sich zunächst für eine Handelsplattform entscheiden. Zur Wahl stehen die hauseigene Trading Station, MetaTrader4, NinjaTrader, ZuluTrade und TradingView. Die Plattformen Trading Station, MetaTrader4 und NinjaTrader gibt es auch als FXCM Demo. Das FXCM Demokonto lässt sich ohne direkten Kontakt zum Kundenservice eröffnen.

Zunächst ein Blick auf die hauseigene Trading Station. Über diese werden Devisen CFDs gehandelt. Es gibt verschiedene Chartvarianten und Zeitperioden. Außerdem gehören Indikatoren zum Programm. Anwender können direkt aus dem Chart heraus handeln. Es ist möglich, die Charts verschiedener Basiswerte übereinander zu legen. Auch Preisalarme können eingerichtet werden.

Das Orderticket der Trading Station ist in der Abbildung unten zu sehen. Mit einem Rechtsklick im Chart lassen sich Market und Entry Orders erteilen. Anwender können zwischen den wichtigsten Ordertypen wählen.

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Die Trading Station gibt es in verschiedenen Varianten. Neben einer Clientversion (zum Download) gibt es auch eine mobile App sowie eine webbasierte Variante. Trading Station Web basiert auf HTML 5 und ist damit recht Mac freundlich.

Eine Alternative zur hauseigenen Trading Station ist MetaTrader4 (MT4). Diese Plattform wird auch durch viele andere FX und CFD Broker verwendet. MetaTrader4 bietet ein Chartingtool inklusive Zeichenwerkzeugen und Indikatorenbibliothek, verschiedene Ordertypen und eine Reihe weiterer Features. MetaTrader4 gibt es als Clientversion, mobile App (iOS und Android) sowie als browserbasierte Plattform.

Die dritte Plattform bei FXCM ist NinjaTrader. Auch diese Software wird von verschiedenen Brokern eingesetzt – typischerweise als optionale Zusatzleistung und häufig nur für aktive Kunden. Auch NinjaTrader enthält Charts und Indikatoren sowie Zeichenwerkzeuge. Es ist möglich, mehrere Zeitrahmen und Märkte in einem einzigen Chart darzustellen. Indikatoren können individuell definiert werden.

Zu NinjaTrader gehört das Chart Trader Feature. Dieses ermöglicht Orders (und Orderänderungen) direkt aus dem Chartfenster heraus. Durch Advanced Trade Management (ATM)-Techniken können Stop Loss, Take Profit etc. automatisch eingestellt werden. Orders können mit voreingestellten oder individuell definierten Indikatoren verknüpft werden.

NinjaTrader gibt es ausschließlich zum Download (Dateigröße: 52 MB). Bei FXCM ist gegenwärtig die aktuelle NinjaTrader Version 8.0 erhältlich. Bei der Einrichtung können Anwender zwischen verschiedenen Designs der Benutzeroberfläche (zum Beispiel dunkel, hell) wählen. Insgesamt dauert die Einrichtung nur wenige Minuten.

Die NinjaTrader Benutzeroberfläche besteht aus verschiedenen, frei beweglichen Fenstern. Dadurch ist es z. B. möglich, verschiedene Fenster auf verschiedenen Monitoren zu verwalten.

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Die Plattform bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Dies beginnt bei der Ordererteilung. Einerseits besteht die Möglichkeit zu Ein-Klick-Orders durch einen Klick auf den jeweiligen Geld- oder Briefkurs. Ebenso lässt sich ein sehr umfangreiches Orderticket öffnen. Dieses enthält neben Stop Loss und Take Profit weitere Möglichkeiten wie zum Beispiel Reverse at stop, Stop Limit für Stop Loss, Target Chase, Chase If Touch und einiges mehr. Das Orderticket ist in der Abbildung unten zu sehen. Besonders praktisch: Einmal im Orderticket vorgenommene Einstellungen lassen sich als Template abspeichern.

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Für Einsteiger, die erstmals mit einem FX Broker wie FXCM Erfahrungen machen, ist NinjaTrader wahrscheinlich etwas überfrachtet. Fortgeschrittene und Profis können mit dem Tool – nach einer angemessenen Einarbeitungszeit – jedoch einen nützlichen Begleiter entdecken. Es gibt eine Vielzahl von Funktionen und Tools wie zum Beispiel FX Korrelationen, Level 2 Anzeige und vieles mehr.

Generell ist das Plattformangebot des Brokers klar überdurchschnittlich. Unter Berücksichtigung aller zur Wahl stehenden Plattformen gibt es Angebote für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung und den Einsatz von automatisierten Handelssystemen (siehe nächster Abschnitt).

Automatisierter Handel: Programmierhilfen, EAs, Python und API

Zu Trading Station gehören automatisierte Handelsstrategien. Diese lassen sich durch eine integrierte Programmierhilfe sehr einfach entwickeln. Es gibt ein Backtesting Tool und ein Tool zur Optimierung von Strategien.

Zu den wichtigsten Funktionen von MetaTrader gehören automatisierte Handelssysteme (Expert Advisors, EAs). Expert Advisors können im MT4 auf Basis der Programmiersprache MQL4 programmiert werden. Es ist möglich, die Strategien rückwirkend zu testen.

Ein Vorteil für Systementwickler in Meter Trader ist die große Community. Dort gibt es zahlreiche umlaufende Skripte für Handelsstrategien. Außerdem gibt es Freelancer, die bei der Programmierung gegen ein Entgelt unterstützen.

Auch NinjaTrader ermöglicht den automatisierten Handel. Im Mittelpunkt steht dabei eine Point & Click Strategieentwicklung ohne Programmierkenntnisse. Wer über Programmierkenntnisse verfügt, kann mit C# jedoch nicht nur Handelssignale, sondern auch Apps für die Auftragserteilung erstellen.

Der Strategy Builder ist in der Abbildung unten zu sehen. Anwender müssen zunächst einige Basisdaten festlegen. Dazu gehören der Tickwert und der Basiswert, auf den eine Strategie angewandt werden soll.

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Mit dem Strategy Builder definieren Anwender Bedingungen. Eine Bedingung kann zum Beispiel sein, dass ein bestimmter Indikator über einen bestimmten Wert steigt. Neben den Bedingungen werden auch Handlungen definiert, die bei Vorliegen der Bedingungen ausgeführt werden sollen.

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Neben Trading Station, MetaTrader4 und NinjaTrader gibt es weitere Möglichkeiten für automatisierten Handel. So bietet der Broker vier verschiedene APIs an, die direkt mit Handelsserver verbunden sind. Detaillierte Informationen zu den einzelnen APIs gibt es auf der GitHub Seite des Brokers.

Eine weitere Option ist das Python Paket fxcmpy. Dieses macht alle Funktionen einer der APIs (Rest-API) über verschiedene Python Klassen verfügbar.

Der Broker betreibt eine eigene URL für FXCM Apps. Dort finden sich zum Beispiel Indikatoren und automatisierte Handelsstrategien für MetaTrader4 und Trading Station. Zudem gibt es eigenständige Apps, die unabhängig von einer bestimmten Handelsplattform laufen. Darunter finden sich zum Beispiel Utility Apps, Reporting Apps und weitere Anwendungen.

Ein klarer Pluspunkt im FXCM Test: Der Broker bietet im Bereich automatisierter Handel und Systementwicklung deutlich mehr als fast alle Konkurrenten. Wer gerne Handelssysteme entwickelt, testet und einsetzt und dabei möglichst viel Freiraum genießen möchte, ist bei diesem Broker an der richtigen Adresse.

Social Trading mit ZuluTrade und TradingView

Zum Plattform Angebot des Brokers gehören auch ZuluTrade und TradingView.

Die TradingView Plattform ermöglicht ebenfalls Charting und Analyse. Bei TradingView geht es primär darum, Tradingideen mit anderen zu teilen bzw. sich durch die Ideen anderer Marktteilnehmer inspirieren zu lassen. Die Community ist mittlerweile sehr groß und in allen wichtigen Märkten aktiv. Alle Teilnehmer können Charts anderer Benutzer einsehen und bearbeiten sowie eigene Ideen teilen.

ZuluTrade ist eine Social Trading Plattform. Diese wird über eine Schnittstelle mit dem FXCM Konto verbunden. Anwender können dann die Trades anderer Trader automatisch auf ihr eigenes Konto kopieren lassen. Individuelle Vorgaben zu Positionsgrößen, Risikomanagement etc. können berücksichtigt werden. ZuluTrade gehört neben eToro und Wikifolio zu den bekanntesten Social Trading Plattformen in Europa.

Extras mit FXCM Plus

Der Broker stellt seinen Kunden eine Reihe von Extras zur Verfügung. Einige davon sind direkt in die Handelsplattform integriert. So lassen sich in der Trading Station zum Beispiel mit einem Klick Handelssignale des externen Dienstes Trading Central aktivieren und im Chart anzeigen.

Außerdem gibt es einen Marktscanner für technische Ereignisse. Dieser informiert zum Beispiel, wenn bestimmte Indikatoren Signale generieren. Auch Candlestick Formationen im Chart können Alarme auslösen.

Ein weiteres Feature ist das Tool Trading Analytics. Dieses Tool scannt das Handelskonto und untersucht die angewandte Strategie auf Stärken und Schwächen.

Weitere nützliche Tools sind ein Wirtschaftskalender, Live Forex Charts und einige Beiträge mit Grundlagenwissen.

Mobil handeln: Welche FXCM Apps gibt es?

MetaTrader4 und Trading Station gibt es als mobile App für iOS und Android.

Das Schulungsangebot: Webinare und Seminare

Zum Schulungsangebot des Brokers gehören auch Webinare. Hier werden verschiedene Themen wie zum Beispiel die Plattformen Trading Station und TradingView sowie die aktuelle Marktsituation besprochen. Es gibt prominente Referenten wie z.B. Oliver Bossmann. Dieser präsentiert einen täglichen Marktausblick. In den Webinaren werden auch der FXCM Marktscanner sowie die Chartanalyse, wichtige Wirtschaftsdaten und andere Aspekte des Marktgeschehens beleuchtet.

Der FXCM Kundenservice im Test

FXCM betreibt eine Zweigniederlassung in Deutschland und zeigt damit ernsthaftes Interesse am deutschen Markt. Der Kundenservice ist via E-Mail und Telefon erreichbar und durchgängig deutschsprachig. Unserem Eindruck nach sind die Kundenbetreuer besser geschult als bei anderen Brokern. Der Kundenservice unterstützt zum Beispiel tatkräftig bei der Installation der Handelsplattform und bei der Einrichtung eines Demokontos. Wünschenswert wäre ein Live Chat. Dieser ist zwar als Menüpunkt auf der Seite hinterlegt, jedoch deaktiviert.

Bewertungen anderer Kunden

Was sagen andere Kunden über FXCM? Wir haben einen Blick im Google Play Store geworfen, wo die Trading Station App gelistet ist. Dort vergaben zum Zeitpunkt unseres Testberichts rund 4400 Anwender eine durchschnittlichen Bewertung von 3,8/5,0 möglichen Sternen. Dies ist für Trading Apps ein relativ guter Wert. Im App Store erzielte die Anwendung bei gut zwei Dutzend Bewertungen lediglich 3,1 von 5,0 möglichen Sternen.

Unsere FXCM Erfahrungen und Fazit

Ein kurzes Fazit: FXCM ist ein etablierter Broker mit starkem Hintergrund. Das Marktmodell ist gut, weil es auf vielen Liquiditätsanbietern basiert. Die Spreads in vielen wichtigen Hauptwährungspaaren sind für alle Kunden solider Durchschnitt, für aktive Trader sogar sehr günstig. Im FX Handel über das Active Trader Programm wird die kritische Kostenmarke von 10 US-Dollar pro Standardlot bei vielen FX Majors unterschritten.

Im Handel mit Indices und anderen Basiswerten sind die Spreads zum Teil attraktiv (z.B. Bitcoin), zum Teil durchschnittlich oder etwas schwächer als im Branchendurchschnitt (zum Beispiel DAX). Vorteilhaft erscheinen die Auswahl aus mehreren Plattformen (Trading Station, MetaTrader, TradingView, NinjaTrader, ZuluTrade) und das ernstgemeinte Ausbildungsangebot.

Herausragend gut ist das Angebot für alle Anhänger und ganz besonders Entwickler automatisierter Handelssysteme. Nur wenige Broker bieten so viele Entwicklungsmöglichkeiten wie FXCM.

FXCM Demo für 3 Plattformen

Wer den Broker zunächst unverbindlich testen möchte, nutzt die FXCM Demo. Diese ermöglicht den Handel mit 50.000 USD virtuellem Kapital. Das FXCM Demokonto gibt es für die Plattformen Trading Station, MetaTrader und NinjaTrader. Anwender können das Testkonto für einen Zeitraum von 30 Tagen nutzen. Danach kann es zur Löschung des Kontos kommen.

FXCM Erfahrungen - Checkliste
  • Deuschsprachiger Kundenservice
  • Kontoeröffnung online möglich
  • MetaTrader 4
  • MetaTrader 5
  • MetaTrader iOS App
  • MetaTrader Android App
  • eigene Desktop Software
  • Social Trading möglich
  • Telefonische Orderannahme oder -änderung
  • garantierte Stop Loss Orders
  • Rabatte für Vieltrader
  • Programmierhilfen für Auto Trading
  • Demo Konto zeitlich uneingeschränkt
  • Kostenlose Webinare (DE)
  • Daytrading
  • Scalping
  • Banküberweisung
  • Kreditkarten
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Skrill
Lizenz und Kontakte
Regulierung
FCA (Registrierungsnummer 217689)
Offizielle Website
Postanschrift
Nürnberger Straße 13, 10789 Berlin, Germany
Support-Telefon
+49 (0) 30 8019722 0
Support-Email
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