Die Zahl der Broker ist groß, der Vergleich deshalb umso wichtiger. Dieser Online Broker Test zeigt, in welchen Bereichen sich Kosten und Leistungen der Anbieter unterscheiden.

Markt mit vielen Anbietern: Worauf kommt es beim Broker Test an?

Broker Erfahrung 1

Um die Jahrtausendwende herum traten die ersten Onlinebroker auf den Markt. Viele dieser Akteure der ersten Stunde sind weiterhin vertreten. Zusätzlich gibt es eine Reihe neuer Broker mit innovativen Gebührenmodellen. Außerdem tummeln sich verschiedene ausländische Anbieter auf dem deutschen Markt. Grund genug also, genau hinzusehen: Broker unterscheiden sich bei Kosten und Leistungen erheblich.

Entscheidend ist, den richtigen Broker für die eigenen Pläne zu finden. Es gibt nicht den „ultimativen Broker“, der für alle Anleger die beste Wahl ist. Welcher Aktien Broker sich eignet, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Diese Fragen sollten Anleger sich schon vor dem Vergleich beantworten:

  • Welche Wertpapiere werden gehandelt (Aktien, ETFs, Zertifikate, Derivate)?
  • An welchen Börsenplätzen soll gehandelt werden?
  • Sind Terminkontrakte/CFDs erwünscht?
  • Werden Aktien in fremden Währungsräumen (zum Beispiel US-Dollar) gekauft?
  • Sollen Sparpläne genutzt werden?
  • Wird ein Depotkredit benötigt?
  • Wie groß ist das typische Ordervolumen?
  • Wie viele Transaktionen pro Jahr sind realistisch?
  • Werden Kursdaten und/oder Software benötigt?
  • Ist Daytrading geplant?
  • Sollen Engagements mit einem Kredit gehebelt werden?
  • Werden Wertpapiere primär über die Plattform des Brokers oder extern analysiert?

Dass Broker sich bei Kosten und Leistungen erheblich unterscheiden, liegt an dem großen potentiellen Angebot. Nicht jeder Broker bietet alle Leistungen an. Manche Broker bieten alle Leistungen an, können aber nur in bestimmten Bereichen überzeugen – die Unternehmen handeln dabei oft ganz bewusst aus Kostengründen.

Ein Broker Test mit Vergleich lohnt sich in jedem Fall. Zu diesem Ergebnis kommen auch immer wieder Verbraucherschutzorganisationen wie zum Beispiel die Stiftung Warentest. Bereits ein Kunde mit 20 Transaktionen pro Jahr zahlt bei einem eher teuren Broker rund 450 EUR pro Jahr für Orders und Depotführung. Bei günstigen Brokern fallen nur rund 120 EUR pro Jahr an.


4.90 / 5

Broker
des Monats

81% der Privatanleger verlieren Geld bei diesem Anbieter.
Min. Einzahlung 100 EUR
Handelbare Werte über 5000
Spreads (bspw.) EUR/USD: 0,6 Pips
DAX: 0,8 Punkte
Dow Jones: 1,5 Punkte

Unterschiede bei den Broker Kosten

Broker Erfahrung 2

Jeder Discount Broker Test fördert es zutage: Aktienbroker unterscheiden sich erheblich bei den Konditionen. Wer nicht zum ersten Mal mit einem Broker Erfahrungen macht, kennt zumindest einen Teil der Gebührentatbestände. Allerdings sind auch erfahrene Anleger immer wieder überrascht, welche Gebühren plötzlich auf der Abrechnung auftauchen. Die folgenden Broker Kosten sollten berücksichtigt werden:

  • Depotgebühren
  • Verzinsung auf dem Verrechnungskonto (gegebenenfalls negativ)
  • Gebühren für (papierhafte) Kontoauszüge
  • Ordergebühren Inland (Höhe und Zusammensetzung)
  • Ordergebühren Ausland (Höhe und Zusammensetzung)
  • Zusätzliche Gebühren für Limits oder Teilausführungen
  • Ordergebühren außerbörslich
  • Gebühren für Dividenden oder Zinsgutschriften
  • Gebühren für Sparpläne
  • Ausgabeaufschläge im Geschäft mit Investmentfonds
  • Gebühren für Kursdaten und Software
  • SMS-Gebühren für TANs

Der Kostenvergleich beginnt mit den Depotgebühren. Viele Broker verzichten ganz auf pauschale Depotentgelte. Andere verlangen eine jährliche, quartalsweise oder monatliche Gebühr. Die Depotgebühr ist vor allem für Anleger mit wenigen Transaktionen ein wichtiges Kriterium. Wer sehr häufig handelt, muss hierauf weniger achten.

Mitunter entfällt die Gebühr unter Bedingungen (zum Beispiel mindestens ein Trade pro Quartal oder ein aktiver Wertpapiersparplan). Einige Broker schreiben belastete Depotgebühren auch als Orderguthaben gut. Dieses zeitlich zumeist befristete Guthaben kann dann mit zukünftigen Transaktionsentgelten verrechnet werden.

In den vergangenen Jahren ist ein wichtiger Aspekt hinzugetreten: Die Verzinsung auf dem Verrechnungskonto. Hohe Zinsen gibt es hier (abgesehen von einzelnen Neukundenaktionen) generell nicht mehr. Manche Broker berechnen jedoch Negativzinsen. Bei einem durchschnittlichen Guthaben von 30.000 EUR und einem Negativzins in Höhe von 1,0 % ergeben sich so zusätzliche Kosten in Höhe von 300 EUR pro Jahr.

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Im Zusammenhang mit Konto- und Depotführung können weitere Entgelte anfallen. Dies betrifft etwa Gebühren für papierhafte Kontoauszüge. Einige Broker verlangen dafür 5 EUR und mehr. Bei manchen Anbietern werden auch Gebühren für per SMS versandte TANs fällig.

Ein sehr wichtiges Kriterium im Online Broker Test sind die Ordergebühren. Deren Höhe und Zusammensetzung ist entscheidend für die Broker Kosten im aktiven Handel. Grob lassen sich mehrere Gebührenmodelle unterscheiden:

  • Pauschale Grundgebühr + prozentuale Provision + Handelsplatzentgelt
  • Pauschale Gebühr + Börsengebühren/Fremdkosten
  • Nach Ordervolumen gestaffelte Pauschalgebühren
  • Von der Stückzahl abhängige Gebühren, zum Beispiel 0,01 USD/Aktie

Anleger sollten das Gebührenmodell mit den eigenen Plänen vergleichen und so den günstigsten Broker ermitteln. Wichtig: Bei den meisten Brokern fallen die Ordergebühren nicht an allen Handelsplätzen gleich aus. So verlangen deutsche Broker bei US Orders typischerweise deutlich mehr als bei Inlandsorders. Auch für den außerbörslichen Handel legen die meisten Anbieter eigenständige Gebühren fest.

Einzelne Broker verlangen zusätzliche Gebühren für Limits und/oder Teilausführungen. Da Privatanleger jede Order mit einem Limit aufgeben sollten, sind diese Gebühren im Broker Vergleich wie reguläre Ordergebühren zu behandeln.

Mitunter finden sich in den Preisverzeichnissen sehr „innovative“ Gebühren wie zum Beispiel Entgelte für Dividenden oder Zinsgutschriften. Solche Gebühren können die Erträge erheblich schmälern. Dies gilt besonders für Anleger, Aktien mit quartalsweiser Ausschüttung im Depot halten, wie es zum Beispiel bei vielen US Aktien der Fall ist.

Auch ein Blick auf Fonds und ETFs ist beim Vergleich wichtig. Bei klassischen Investmentfonds sollten Broker einen so hoch wie möglich angesetzten Rabatt auf den regulären Ausgabeaufschlag der Fondsgesellschaft bieten. Ein pauschaler Rabatt für alle Fonds ist einem Rabatt für einzelne Fonds („Ladenhüter“) hier vorzuziehen.

Im Handel mit ETFs fallen typischerweise dieselben Gebühren an wie bei Aktien. Viele Anleger nutzen ETFs für Sparpläne. Dann sind Sparplangebühren wichtig. Einige Broker verlangen eine pauschale Gebühr, andere eine prozentuale Provision. Manche Broker kombinieren auch beides.

Unterschiede bei den Leistungen

Broker Erfahrung 3

Broker unterscheiden sich nicht nur bei den Kosten, sondern auch bei den Leistungen. Einsteiger müssen hier ganz besonders darauf achten, dass die Leistungen zu ihren Plänen passen. Wer erstmalig mit einem Online Broker Erfahrungen macht, überschätzt das Angebot häufig.

Der Grund: Broker werben gerne mit Slogans wie „zehntausende Zertifikate und tausende Fonds & ETFs handeln“. Auch wenn diese Zahlen hoch klingen: Anspruchsvoll sind sie nicht. Im genannten Beispiel könnte es sich um einen Broker handeln, der ausschließlich den Handel an deutschen Börsenplätzen anbietet.

Diese Leistungsbestandteile sind bei Brokern wichtig:

  • Verfügbare Börsenplätze
  • Ordertypen
  • Software und Kursdaten
  • Mobile Zugriffsmöglichkeiten/Apps
  • Hauseigene Analysen und externe Dienste
  • TAN Verfahren
  • Möglichkeit zum Daytrading
  • Verrechnungskonten in Fremdwährung
  • Technische Stabilität in früheren Börsenkrisen
  • Ausbildungsangebot
  • Telefonische Orders/Kundenservice

Manche Anleger möchten ausschließlich bekannte deutsche Aktien handeln. Für diese Anleger reichen Broker mit Anbindung an deutschen Börsenplätzen wie Xetra aus. Andere Anleger wiederum setzen auf eine breite Diversifikation und möchten in ganz Europa, Nordamerika und gegebenenfalls auch Asien/Ozeanien handeln. Dann ist eine große Zahl angebundener Börsenplätze wichtig. Manche Broker ermöglichen den Handel an rund 100 Börsenplätzen weltweit – andere beschränken sich auf einzelne Börsenplätze in Deutschland.

Wer häufiger im Ausland handelt, kauft auch Aktien in fremder Währung wie zum Beispiel US Aktien an der NYSE. Wird das Handelskonto in Euro geführt, ist bei Kauf und Verkauf in fremder Währung stets eine Währungskonvertierung notwendig. Dabei fallen nicht nur häufig Gebühren an. Jeder Wechselkursgewinn- bzw. Verlust muss zudem sofort realisiert werden. Die Notwendigkeit zur Realisierung entfällt, wenn ein Broker Verrechnungskonten in verschiedenen Währungen anbietet.

Mit den geeigneten Ordertypen können Anleger ihr Risiko- und Money Management optimieren und verschiedene taktische Überlegungen umsetzen. Broker können mehr Ordertypen anbieten, als die jeweilige Börse zulässt. Bestimmte Orders werden auf den Servern des Brokers gespeichert und bei Eintritt einer bestimmten Bedingung als börsenkompatible Order weitergeleitet. Solche zusätzlichen Ordertypen sind vor allem für aktive Trader hilfreich.

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Bei manchen Brokern beschränkt sich Benutzeroberfläche auf das Orderticket und im besten Fall noch eine Suchdatenbank für Wertpapiere. Andere stellen ihren Kunden eine Chartingsoftware, Analystenkommentare, Newsfeeds von Reuters oder Bloomberg und viele weitere Angebote zur Verfügung. Das Angebot an Software und Co. ist ebenso wichtig wie die Kursdatenversorgung. Verzögerte Kurse gibt es bei fast allen Brokern gratis. Wer auf ein genaues Timing bedacht ist, benötigt häufiger Realtimekurse. Diese sind nicht bei allen Brokern (unbegrenzt) kostenlos.

Daytrading ist nicht bei allen Brokern möglich – jedenfalls in der Praxis. Der Grund: Nach dem Verkauf eines Wertpapiers dauert es häufig mehrere Tage, bis das Geld auf dem Verrechnungskonto gutgeschrieben wird. Solange zieht sich der Clearingprozess oft hin. Daytrading Broker schreiben ihren Kunden das Geld sofort gut und räumen damit einen (besicherten, zinsfreien) Kredit ein. Nur dann ist Daytrading uneingeschränkt möglich.

Wie gut ein Broker wirklich ist, zeigt sich häufig erst in der Krise. Egal ob Finanzkrise oder Corona: Bei vielen Brokern kam es während der ganz heißen Börsenphasen zu Systemzusammenbrüchen und Engpässen. Die Folge: Kunden konnten sich nicht in ihre Depots einloggen und handeln.

Konnte ein Anbieter in Krisen der Vergangenheit durch technische Stabilität überzeugen, ist dies ein klarer Pluspunkt im Broker Test. Neben ausreichenden Serverkapazitäten bieten gute Broker auch einen telefonischen Kundenservice an. Dieser nimmt (zumindest im Notfall) auch Orders entgegen.

Vor allem für Einsteiger ist auch das Ausbildungsangebot einen Blick wert. Wer erstmals mit einem Broker Erfahrungen macht, profitiert zunächst von Einführungsveranstaltungen zur Handelsplattform und zu Grundlagen des Börsenhandels. Bei vielen Brokern gibt jedoch noch deutlich mehr. Im Angebot sind zum Beispiel Tutorien zur technischen und fundamentalen Analyse, marktbegleitende Live Webinare und vieles mehr.

Vorteile und Nachteile bei Auslandsbrokern

Broker Erfahrung 4

Neben deutschen Brokern gibt es auf dem hiesigen Markt auch viele ausländische Broker. Diese sind zum Beispiel Großbritannien, Polen, Österreich oder Südeuropa lizenziert und reguliert. Grundsätzlich spricht nichts gegen die Depoteröffnung bei einem Auslandsbroker. Einige Aspekte sollten Anleger aus Deutschland allerdings beachten.

Nicht immer gibt es bei diesen Anbietern einen durchgängig deutschsprachigen Kundenservice. Dies mag zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung nicht als Problem erscheinen. Sind schwierige Detailfragen zum Beispiel zur Kostenabrechnung oder stornierten Orders zu klären, kann sich die Entscheidung jedoch als Bumerang erweisen.

Wichtig: Broker mit Sitz im Ausland sind keine Zahlstellen der deutschen Finanzämter. Dies gilt ausdrücklich auch, wenn ein Broker eine Zweigniederlassung (aber eben keine Tochtergesellschaft) in Deutschland unterhält. Die Konsequenz: Diese Broker führen keine Abgeltungsteuer ab. Anleger müssen diese selbst berechnen, deklarieren und an das Finanzamt bezahlen.

Diese Gründe sprechen jedoch keinesfalls gegen einen ausländischen Broker. Ganz im Gegenteil: Vor allem für US Orders sind Broker mit angelsächsischem Gebührenmodell oft deutlich besser geeignet als ihre deutschen Konkurrenten.

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