Interactive Brokers

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Min. Einzahlung 10.000 USD
Handelbare Werte
Aktien
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Interactive Brokers im Brokervergleich - Unsere Erfahrung

Interactive Brokers aus den USA zählt zu den größten Brokerhäusern der Welt. Über eine britische Tochtergesellschaft ist das Angebot auch für Kunden aus Deutschland verfügbar. Wir beleuchten die Interactive Brokers Gebühren ebenso wie die Handelsplattform und erklären, warum das Angebot einen Blick wert ist.

Interactive Brokers Test: Wer ist der Broker?

Interactive Brokers erfahrungen schreenshot 1

Kunden aus Deutschland eröffnen Konten bei der Interactive Brokers UK Limited. Dies ist ein Tochterunternehmen der Interactive Brokers LLC mit Sitz in Greenwich in den USA. Das Unternehmen ist Mitglied in den amerikanischen Börsen- und Finanzmarktorganisationen NYSE, FINRA  und SIPC und wird durch die US Securities and Exchange Commission sowie die Commodity Futures Trading Commission beaufsichtigt.

Die britische Tochtergesellschaft wird durch die Financial Conduct Authority (FCA) überwacht. Weitere Tochtergesellschaften bestehen in Kanada, Luxemburg, Australien, Hongkong, Indien, Japan und Singapur.

Interactive Brokers ist bereits seit mehr als 40 Jahren am Markt aktiv. Die Muttergesellschaft ist an der US Börse Nasdaq gelistet. Über die Plattformen des Brokers werden mehr als 1,2 Millionen Transaktionen pro Tag ausgeführt. Weltweit betreut das Unternehmen mehr als 660.000 Kunden. Diese halten Vermögenswerte von mehr als 156  Mrd. US-Dollar in Depots von Interactive Brokers. Der Broker selbst weist ein bilanzielles Eigenkapital von mehr als 8 Milliarden USD auf.

Wie steht es um die Interactive Brokers Einlagensicherung? Kundengelder werden auf segregierten Kundenkonten verwahrt. Bei einer Insolvenz des Brokers sind diese Gelder somit nicht gefährdet. Forderungen aus Finanzinstrumenten sind bis 85.000 GBP pro Kunde über die britische Financial Services Compensation Scheme (FSCS) abgesichert. Bei Forderungen aus US Indexoptionen, US Index Futures, Metallen und einzelnen weiteren Positionen kann die amerikanische Einlagensicherung US Securities Investor Protection Corporation (SIPC) zuständig sein.

Diese deckt Forderungen bis 500.000 pro Kunde (davon maximal 250.000 USD an Bareinlagen) ab. Zusätzlich besteht eine Versicherungspolice mit dem Versicherungsunternehmen Lloyds. Dieses bietet einen Schutz bis maximal 30 Millionen EUR pro Kunde (maximal 900.000 EUR für Bareinlagen). Die Versicherungspolice ist auf 150 Millionen USD pro Schadensfall begrenzt.

Der Unternehmenshintergrund, die Finanzstärke und das angelsächsische regulatorische Umfeld sind sicherlich Pluspunkte für die Interactive Brokers Bewertung. Der Broker adressiert primär fortgeschrittene und professionelle Trader. Das vor allem diese mit Interactive Brokers Erfahrungen machen, ist auf das angelsächsische Gebührenmodell im US Handel ebenso zurückzuführen wie auf das große Angebot im Terminhandel.

Handelsangebot und Interactive Brokers Gebühren

Interactive Brokers erfahrungen schreenshot 2

Das Handelsangebot bei Interactive Brokers ist groß. Diese Instrumente sind handelbar:

  • Aktien
  • Börsengehandelte Indexfonds (ETFs)
  • Optionsscheine
  • Optionen
  • Futures
  • Spot Währungen
  • Metalle
  • Festverzinsliche Wertpapiere
  • CFDs
  • Investmentfonds

Über Interactive Brokers ist der Handel an rund 100 Termin- und Kassabörsen weltweit möglich. Nur sehr wenige Broker bieten eine annähernd große Auswahl.

Wie verhält es sich mit den Interactive Brokers Gebühren? Der Broker bietet verschiedene Gebührenmodelle an. Anleger können zwischen Festpreisen und gestaffelten Orderentgelten wählen.

Die gestaffelten Provisionen sehen eine Kostendegression bei größeren Handelsvolumina vor. Zusätzlich zu diesen Gebühren werden Börsen-, Aufsichts- und Clearinggebühren fällig. Wer weniger als 300.000 Aktien pro Monat handelt, fällt in die höchste Gebührenstufe. Die Gebühr pro US Aktie/ETF/ETP/Optionsschein beträgt dann 0,0035 USD. Dabei gilt eine Mindestgebühr in Höhe von 0,35 USD pro Order. Die Maximalgebühr ist auf 1,0 % des Handelswertes gedeckelt.

Die Mindest- und Höchstgebühr gilt unabhängig vom Ordervolumen eines Kunden. Die Provision verringert bei ansteigendem Volumen jedoch deutlich. In der höchsten Stufe (für diese müssen mehr als 100 Millionen Aktien pro Monat gehandelt werden) beläuft sich die Gebühr auf 0,0005 USD pro Aktie.

  • US Orders Staffelpreis: 0,0035 USD pro Aktie (mindestens 0,35 USD/maximal 1,0 %)
  • US Orders Festpreis: 0,005 USD pro Aktie (mindestens 1,0 USD/maximal 1,0 %)

4.90 / 5

Broker
des Monats

81% der Privatanleger verlieren Geld bei diesem Anbieter.
Min. Einzahlung 100 EUR
Handelbare Werte über 5000
Spreads (bspw.) EUR/USD: 0,6 Pips
DAX: 0,8 Punkte
Dow Jones: 1,5 Punkte

Wie verhält es sich mit den Konditionen im Festpreismodell? Im Handel mit US Aktien fällt eine Gebühr in Höhe von 0,005 USD pro Aktie an. Die Mindestgebühr beträgt 1,0 USD, die Maximalgebühr 1,0 % des Handelswertes. Das Festpreismodell ist für den US Handel somit ein Stück weit teurer als das Staffelmodell in der teuersten Stufe. Im Vergleich mit klassischen deutschen Onlinebrokern fallen die Gebühren jedoch immer noch sehr niedrig aus. Im Festpreismodell sind alle Börsen- und Aufsichtsgebühren enthalten.

Wie verhält es sich mit den Interactive Brokers Gebühren beim Handel in anderen Märkten?

Für Orders über die elektronische Handelsplattform Xetra fällt im Festpreismodell bei Aktien eine Gebühr in Höhe von 0,1 % des Ordervolumens an. Dabei gilt eine Mindestgebühr in Höhe von 1,25 EUR und eine Maximalgebühr von 99 EUR.

  • Aktien Xetra: 0,10 % (min. 1,25 EUR/max. 99 EUR)
  • ETFs Xetra: 0,10 % (min. 4 EUR/max. 29 EUR)

Hier fällt der Vorteil im Vergleich zu deutschen Onlinebrokern geringer aus. Bei sehr kleinen Orders wirkt die niedrige Mindestgebühr kostensenkend. Für eine Order über 10.000 EUR fallen allerdings bereits 10 EUR an – mit diesem Preis können günstige deutsche Online Broker bereits konkurrieren. Die Höchstgebühr von 99 EUR ist recht hoch angesetzt.

Anders strukturiert sind die Gebühren im Handel mit ETFs über Xetra. Hier beträgt die Gebühr ebenfalls 0,1 % des Handelswertes. Die Mindestgebühr liegt mit 4 EUR allerdings höher, die Höchstgebühr mit 29 EUR niedriger. Auch hier sind die Kosten insgesamt mit deutschen Brokern vergleichbar. Exakt dieselbe Gebührenstruktur wie beim ETF Handel über Xetra gilt beim Handel über die Marktplätze Chi-X/BATS/Turquoise DE/Tradegate.

Wie fallen die Gebühren im Terminhandel aus? Im Handel mit US Futures und Future Optionen fallen 0,85 USD pro Kontrakt an. Einige Kontrakte sind günstiger. So kostet der Handel mit Globex E Micro FX Futures zum Beispiel 0,15 USD pro Kontrakt. Für den Bitcoin Future an der Chicago Mercantile Exchange (CME) werden mit 10 US-Dollar pro Kontrakt allerdings deutlich höhere Gebühren fällig. Deutsche Futures können für 2 EUR pro Kontrakt gehandelt werden. Für den Mini DAX Future gilt eine Ausnahme. Hier beträgt die Gebühr pro Kontrakt 0,80 EUR.

Ein kurzes Zwischenfazit: Die Interactive Brokers Kosten im Handel fallen deutlich niedriger aus als bei vielen Konkurrenten. Dies gilt insbesondere für den Handel mit US Aktien und Futures.

TraderWorkStation (TWS): Was kann die Profi-Plattform wirklich?

Interactive Brokers erfahrungen schreenshot 3

Wer ein Interactive Brokers Konto eröffnet, handelt über die Handelsplattform TraderWorkStation (TWS). Die TWS ist eine professionelle Handelsplattform mit einer sehr großen Zahl von Funktionen und Möglichkeiten. Wer erstmals mit einem angelsächsischen Broker wie Interactive Brokers Erfahrungen macht, benötigt womöglich etwas Einarbeitungszeit. Für Einsteiger ist die Plattform eher nicht geeignet.

Zum Funktionsumfang der TWS gehören vielfältige Marktdaten. Verzögerte Kursdaten sind inklusive, Echtzeitdaten müssen zum Teil – je nach gewünschtem Börsenplatz – kostenpflichtig hinzugebucht werden. Integriert sind Newsticker führender Nachrichtendienste wie Reuters. Es gibt Berichte zu tausenden von Aktien weltweit. Enthalten sind auch Wirtschaftskalender und Alarme.

Die TraderWorkStation bietet Unterstützung beim Risikomanagement. Die Tools ermöglichen es, Portfolios anhand des Risikos zu bewerten. Es gibt Tools zur Analyse von Optionen und Handelssimulationen für neue Strategien, Ordertypen etc. Die Benutzeroberfläche der TWS lässt sich weitreichend individualisieren.

Das Interactive Brokers Konto bietet viel technische Sicherheit. Die TWS ist mit einer sehr geringen Latenz mit den Börsenservern verbunden. Die Architektur ist redundant und damit sehr viel besser gegen Internetausfälle und turbulente Handelssitzungen mit starker Serverauslastung gewappnet. Die TWS lief nachgewiesenermaßen auch bei extremen Ereignissen wie zum Beispiel der Aufhebung der Bindung des Schweizer Franken an den Euro stabil. Für Daytrader ist dies ein entscheidendes Kriterium im Interactive Brokers Test.

Es gibt fast nichts, was in der TWS nicht enthalten ist. Dies zeigt ein Blick auf das Tradingtools „Charttrader“. Dieses dient zur Chartanalyse. Hier gibt es eine Vielzahl von Chartvarianten, 120 technische Indikatoren und mehr. Handeln ist mit einem Klick direkt aus dem Chart möglich.

Ein weiteres Tool der Combotrader. Dieser ermöglicht Kombinationsorders. Anwender können hier wahlweise eigene Kombinationen erstellen oder vordefinierte Muster nutzen.

Der Blocktrader dient zur Verbesserung der Handelsgeschwindigkeit. Mit dem Tool können Anwender direkt aus der Orderbuch Kursliste heraus handeln.

Für den Devisenhandel steht das FX Trader Modul zur Verfügung. Es handelt sich dabei um eine optimierte Trading Schnittstelle.

Der Marktscanner durchsucht Märkte anhand bestimmter Kriterien. Anwender können so zum Beispiel gezielt nach Aktien suchen, die bestimmte fundamentale und/oder technische Kriterien erfüllen. Der Marktscanner bezieht sich auf tausende Märkte weltweit.

Für den Handel mit Optionen eignet sich das Modul Option Trader. Mit dem Tool lassen sich Optionen analysieren, kombinieren und handeln.

Die TWS ist ein mächtiges Werkzeug, benötigt aber auch einige Zeit zur Einarbeitung. Die Plattform bietet einen kaum erreichten Funktionsumfang. Um alle Funktionen verstehen und optimal nutzen zu können, sollten sich Trader zuvor mit der TWS auseinandersetzen. Dies ist auch im Rahmen einer Interactive Brokers Demo möglich. Bei der Demo startet der Handel mit virtuellem Kapital.

Alle Details zu Einzahlungen, Steuern, Extras und mehr

Interactive Brokers erfahrungen schreenshot 4

Interactive Brokers bietet einige zusätzliche Möglichkeiten, die es bei nur wenigen deutschen Onlinebrokern gibt. Sind zum Beispiel klassische Leerverkäufe möglich. Anleger leihen sich dabei gegen eine Gebühr Aktien und verkaufen diese am Markt. Umgekehrt ist es möglich, eigene Aktien im Depot für den Verleih durch Interactive Brokers freizugeben. Dafür erhalten Anleger eine zusätzliche Rendite.

Das Interactive Brokers Konto ist kostenlos, wenn pro Monat Provisionen in Höhe von mindestens 10 US-Dollar anfallen. Liegen die monatlichen Provisionen unter diesem Wert, gelten die 10 US-Dollar als Mindestgebühr. Das bedeutet, dass bei Provisionen in Höhe von 5 US-Dollar diese von den 10 US-Dollar abgezogen werden. In einem Monat mit 5 US-Dollar Provision beträgt die Gebühr dann 5 US-Dollar. Die Mindestgebühr von 10 US-Dollar steigt auf 20 USD, wenn sich weniger als 2000 USD auf dem Konto befinden („weiche“ Interactive Brokers Mindesteinlage).

Eine Interactive Brokers Bonus für Einzahlungen gibt es für Kunden aus Europa nicht. Solche Boni sind aus regulatorischen Gründen unzulässig.

Führt Interactive Brokers Abgeltungsteuer ab? Da die Konten in Großbritannien geführt werden und britische Broker keine Zahlstellen der deutschen Finanzämter sind, führt der Broker keine Abgeltungsteuer ab. Anleger müssen Gewinne somit selbst dem Finanzamt melden und die fälligen Steuern abführen. In der TWS gibt es alle notwendigen Möglichkeiten zur Erstellung von Gewinn- und Verlustrechnungen.

Interactive Brokers bietet substantielle Ausbildungsangebote an. Es gibt eine Vielzahl von Onlinekursen. Diese thematisieren zum Beispiel Chartingtools, Finanzplanung, Anlageprodukte und die Portfolioverwaltung. Außerdem gibt es einen gut gefüllten Webinarkalender. Darin finden sich viele englischsprachige, aber auch einzelne deutschsprachige Veranstaltungen. Thematisiert werden zum Beispiel die TWS bzw. einzelne Module dieser, bestimmte Derivate oder die Marktsituation.

Fazit: Interactive Brokers ist ein angelsächsischer Broker klassischer Prägung. Der Anbieter adressiert erfahrene und professionelle Trader mit hohen Ansprüchen. Die Kosten im Handel sind insbesondere an US Börsen und im Handel mit Futures und Optionen deutlich günstiger als bei den meisten deutschen Onlinebrokern. Das Handelsangebot ist mit und 100 Termin- und Kassabörsen weltweit kaum steigerbar. Dies gilt auch für den Funktionsumfang der Handelsplattform TraderWorkStation (TWS) – der Anwendern allerdings auch eine gewisse Einarbeitungszeit abverlangt. Dazu bietet sich das Interactive Brokers Demokonto an.

Interactive Brokers Erfahrungen - Checkliste
  • eigene Desktop Software
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Eine Bestandsausnahme ist nur ein halber Weg. Mit unseren Kollegen überwachen wir sorgfältig die Brokerlandschaft und sorgen dafür, dass die Informationen stets aktuell sind. Damit Sie sich auf uns verlassen können.

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Spreads (bspw.) EUR/USD: 0,6 Pips
DAX: 0,8 Punkte
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