Vermögen aufbauen mit ETF Sparplänen: So geht es

Immer mehr Privatanleger sparen in ETF-Sparplänen. Dies hat viele Vorteile wie geringe Kosten, attraktive Renditeerwartungen und hohe Flexibilität.

Darum gelingt Vermögensaufbau mit ETF Sparplänen am besten

Der erste börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) wurde am 9. März 1990 im kanadischen Toronto an der Börse notiert. Bei diesem Toronto 35 Index Participation Fund sollte es nicht bleiben: Heute sind ETFs ein dominierendes Anlageinstrument mit einem Marktvolumen von fast 8.000 Milliarden USD.

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Quelle: Statista.de

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/219372/umfrage/weltweit-in-etfs-verwaltetes-vermoegen-seit-1997/#:~:text=Im%20Jahr%202020%20lag%20das,rund%207.737%20Milliarden%20US%2DDollar.

Dafür gibt es Gründe. ETFs bieten Privatanlegern einen einfachen und kostengünstigen Zugang zum Aktienmarkt. Mit einem ETF Sparplan lässt sich zudem mit kleinen Sparraten Vermögen aufbauen.

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Wir leben in einer Welt ohne Zins – dauerhaft

Ein wesentlicher Grund für die zunehmende Popularität von ETF-Sparplänen ist der Mangel an Alternativen. Klassische Anlagevehikel speziell deutscher Anleger wie die Kapitallebensversicherung oder Bausparverträge werfen keine Renditen mehr ab. Dies gilt auch für Bundesanleihen, Produkte des Einlagengeschäfts (Tagesgeld und Festgeld) und ähnliche Geldanlagen.

Hier werden seit geraumer Zeit negative Real- und mittlerweile auch negative Nominalzinssätze erwirtschaftet bzw. erlitten. Der Grund ist bekanntlich die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Dass sich an dieser Politik in näherer Zukunft etwas ändert, halten die meisten Fachleute für unwahrscheinlich. Zu hoch sind die Schulden der Staaten der Eurozone, als dass die Rückkehr zu einem regulären Zinsregime möglich wäre.

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Quelle: Spiegel.de

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-zinsen-europas-sparer-werden-noch-lange-mit-niedrigen-zinsen-leben-muessen-a-bf69c905-0efb-4b74-9f74-45f09c533965

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Der Aktienmarkt bietet einen gewissen Inflationsschutz

Mit ETF Sparplänen können Anleger sehr einfach in den Aktienmarkt investieren. Das Interesse am Aktienmarkt wächst mit den Sorgen vor Inflation. Diese Inflationssorgen sind verwandt mit der Zinspolitik. Aktien sind Realwerte und beteiligen Anleger an Unternehmen. Der Inflationsschutz ist hier deshalb besser als bei reinen Nominalwerten wie Staatsanleihen oder Festgeld.

Aktien sind die renditestärkste Anlage und zudem kostengünstig

Aktien sind langfristig die renditestärkste Anlage. Es gibt verschiedene Studien zu diesem Thema. Typischerweise kommen diese zu dem Ergebnis, dass US Aktien bessere Ergebnisse erzielen als deutsche Aktien. Doch selbst wer sich allein auf dem deutschen Aktienmarkt konzentriert (was nicht empfehlenswert ist), kann historisch betrachtet eine attraktive Rendite erwarten.

Eine Studie von Gregor Gielen aus dem Jahr 2004 ermittelte für den Zeitraum von 1870 bis November 2004 eine durchschnittliche jährliche, reale (!) Rendite von 4,6 %. Das bedeutet, dass Anleger im betreffenden Zeitraum durchschnittlich 4,6 % plus Inflation hinzugewannen.

Die Studie bezieht sich auf den deutschen Aktienmarkt, der bekanntlich durch zwei verlorene Kriege, die die Hyperinflation der 1920er Jahre die deutsche Teilung stark belastet wurde. Zudem endet die Studie 2004 – kurz nach dem Crash der New Economy Blase. Die Studie zeigt also, dass Aktien auch unter relativ ungünstigen Bedingungen attraktive Renditen versprechen. Mit ETF-Sparplänen erhalten Anleger sehr einfach Zugang zum Aktienmarkt.

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Quelle: deutsches Aktieninstitut

http://www.stendal.hs-magdeburg.de/project/konjunktur/Fiwi/literatur+links/artikel/DAI/historische_studie.pdf 

Anleger können weltweit und diversifiziert investieren

ETFs ermöglichen eine sehr breite Diversifikation. Privatanleger können mit einem einzigen ETF-Sparplan in weit mehr als 1000 verschiedene Aktien investieren. Möglich ist dies etwa mit einem MSCI World ETF Sparplan. Dieser Index bildet ca. 1500 (zumeist nordamerikanische) Werte ab.

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Durch die Kombination verschiedener ETF Sparpläne können Anleger sich ein sehr breit diversifiziertes Portfolio mit nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Titeln anlegen. Sparer können je nach Risikoneigung verstärkt auf Industrie- oder Schwellenländer setzen, bestimmte Regionen über- oder untergewichten und auch gezielt in einzelne Branchen wie zum Beispiel Rohstoffe, Technologie, Gesundheitssektor etc. investieren. Die Abbildung unten zeigt die langfristige Entwicklung des MSCI World Index.

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Quelle: MSCI World Factsheet

https://www.msci.com/documents/10199/020ea33f-2349-452a-95a8-8ea07f5a0a22

Der Durchschnittskosteneffekt begünstigt ETF Sparpläne

Der einmalige Einstieg in den Aktienmarkt ist stets mit einem recht hohen Verlustrisiko verbunden. Bei Sparplänen verhält es sich anders. Wer monatlich in einen ETF Sparplan einzahlt, profitiert vom Durchschnittskosteneffekt. In Zeiten niedriger Kurse werden mit einem festgelegten monatlichen Betrag automatisch mehr Anteile erworben als bei hohen Notierungen.

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ETF-Sparplan anlegen: So geht es

Die Einrichtung eines ETF Sparplans ist heutzutage  unkomplizierter als der Abschluss einer Kapitallebensversicherung oder eines Bausparvertrags.

Anleger benötigen lediglich ein Depot bei einem Broker, der ETF Sparpläne anbietet. Idealerweise handelt es sich dabei um einen Broker mit einem guten Angebot in diesem Segment. Es sollte eine Vielzahl an sparplanfähigen ETFs geben. Die Sparplangebühren sollten niedrig sein. Idealerweise gibt es attraktive (!) ETFs, die ohne Sparplangebühr bespart werden können.

Die Eröffnung eines Depots dauert in Zeiten von Videoident und digitaler Signatur nur noch rund 10 Minuten. Direkt danach stehen Wertpapierdepot und Verrechnungskonto bereits zur Verfügung. Anleger müssen nun lediglich einen Sparplan einrichten. Dabei werden die Wertpapiere und das Abbuchungsdatum ausgewählt. Der Broker zieht die monatlichen Sparbeiträge entweder vom Girokonto oder vom Verrechnungskonto ein.

Im Onlinebanking lassen sich die Sparraten ändern und neu aufteilen. Broker stellen Anlegern zudem eine detaillierte Dokumentation zu Ihren ETF-Sparplänen zur Verfügung. Zu sehen sind zum Beispiel Gewinne und Verluste.

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Quelle: maxblue Onlinebanking

Beispiel: So kann ein ETF Sparplan Portfolio aussehen

Anleger können ihr ETF Sparplanportfolio frei gestalten. Empfehlenswert sind große, breit streuende Indices. Diese sollten durch möglichst kostengünstige ETFs abgedeckt werden. Mögliche Indices im Portfolio sind zum Beispiel:

  • MSCI World
  • S&P 500
  • Nasdaq 100
  • MSCI USA Small Cap Index
  • MSCI Europe Small Cap
  • MSCI World Growth Index
  • Blue Chips einzelner Länder wie zum Beispiel Nikkei (Japan) oder DAX (Deutschland)
  • Rohstoffindizes wie Bloomberg Commodity Index
  • ETFs auf Gesundheitsaktien wie MSCI World Health Care
  • etc.

ETF Sparpläne sind mit staatlich geförderter Altersvorsorge kompatibel

In Deutschland sind Einzahlungen in ETF Sparpläne grundsätzlich nicht steuerlich abzugsfähig. Etwas anderes gilt, wenn der Sparplan mit einer staatlich geförderten Altersvorsorge kombiniert wird. Möglich ist dies mit der Riesterrente und der Rürup-Rente. Die Einzahlungen können hier weitgehend als Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Dafür gelten einige Einschränkungen. So lassen sich Vertragsguthaben in Rürup-Renten ausschließlich als lebenslange Rente auszahlen. Diese Rente darf zudem nicht vor dem 62. Lebensjahr beginnen.

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Beispiel: Was aus 100 EUR im Monat werden kann

Welches Vermögen sich mit ETF Sparplänen aufbauen ist, zeigt eine einfache Rechnung. Natürlich lässt sich nie ein bestimmter Ertrag für eine bestimmte Laufzeit garantieren. Auch Kursrückgänge sind möglich. Die Erfahrungen der letzten mehr als 100 Jahre zeigen jedoch, dass Aktien langfristig gewinnen.

Eine Beispielrechnung mit 100 EUR monatlicher Einzahlung und einer angenommenen jährlichen Rendite von 6 % zeigt, wie der ETF Vermögensaufbau funktioniert. Diese Summen lassen sich (vor Steuern) im Zeitverlauf ansparen:

  • 5 Jahre: 6984,36 EUR (Einzahlungen: 6000 EUR)
  • 10 Jahre: 16.331 EUR (Einzahlungen: 12.000 EUR)
  • 15 Jahre: 28.838,93 EUR (Einzahlungen: 18.000 EUR)
  • 20 Jahre: 45.577,35 EUR (Einzahlungen: 24.000 EUR)
  • 25 Jahre: 67.977,13 EUR (Einzahlungen: 30.000 EUR)
  • 30 Jahre: 97.953,09 EUR (Einzahlungen: 36.000 EUR)