Social Trading: Diese Varianten gibt es

Viele Anleger nutzen Social Trading. Doch wie genau wird das Portfolio eines Top Traders eigentlich auf dem eigenen Konto gespiegelt? Hinter Social Trading Plattformen stehen verschiedene Modelle. Dieser Beitrag stellt diese Modelle vor.

Social Trading direkt über CFD Broker

Zu den bekanntesten Adressen für Social Trading zählt der CFD- und Kryptobroker eToro. eToro ist Broker und Social Trading Plattform in einem. Benutzer der Plattform können über diese ihre Trades mit der Community teilen und ebenso – als Follower – die Trades beliebiger Trader auf das eigene Konto kopieren.

Kopiert nun ein Anwender den Trade eines anderen Benutzers, führt eToro die zugehörigen Orders selbst aus. Eröffnet zum Beispiel ein Trader eine Position im DAX CFD, eröffnet er diese Position im Handelsbuch von eToro. Alle Follower, die dem Trade folgen, eröffnen ebenfalls eine DAX Position im Handelsbuch von eToro.

eToro tritt im Handel als Market Maker auf und verdient Geld durch Spreads. Der Broker ist deshalb an einem hohen Handelsvolumen auf seiner Plattform interessiert. Nicht zuletzt deshalb gibt es keine zusätzlichen Gebühren für die Benutzung der Social Trading Plattform.

Quelle: eToro.com

Social Trading über Plattform + API + CFD Broker

Um das eToro Modell umzusetzen, müssen Social Trading Plattformen über eine Brokerlizenz verfügen. Dies trifft auf längst nicht jede Plattform zu. Es gibt jedoch eine Alternative. Es ist möglich, die Benutzer der Social Trading Plattform über eine Schnittstelle an Broker anzubinden. Alle auf der Plattform getroffenen Anlageentscheidungen – zum Beispiel, einem bestimmten Trader zu folgen – werden dann über die Schnittstelle an einen Broker weitergeleitet und dort ausgeführt. Auf solchen Plattformen können Social Trader häufig zwischen verschiedenen Brokern wählen.

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Eine bekannte Plattform mit dieser Struktur ist ZuluTrade. Anleger können dort nach Tradern mit bestimmten Profilen suchen und deren Portfolio folgen. Dafür bietet ZuluTrade Schnittstellen zu mehreren Brokern an. Welche Broker zur Verfügung stehen, richtet sich auch nach dem Wohnsitzland des Kunden. Kunden aus Deutschland können bei acht verschiedenen Brokern handeln.

Plattformen wie ZuluTrade agieren als Introducing Broker für ihre Partnerbroker. Das bedeutet, dass die Social Trading Plattform eine Provision von den Brokern erhält. In der Regel dürfte die Provision umso höher ausfallen, je mehr Kundenorders weitergeleitet werden.

 Quelle: ZuluTrade.com

Ein weiteres Beispiel für dieses Modell ist TradingView. TradingView startete als Plattform für den Austausch von Tradingideen. Zum vornehmlich webbasierten Angebot gehören seit Anbeginn Charts. Mit dem Chartingool können Anwender eigene Analysen erstellen und diese unter Schlagwörtern/Hashtags auf der Plattform teilen.

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TradingView verdient Geld einerseits durch die Einblendung von Werbung und andererseits durch bezahlte Premiumversionen. Eine weitere Einnahmequelle dürften Provisionen von Brokern darstellen. Mehrere Broker ermöglichen die Integration der TradingView Plattform in ihr Angebot. Kunden können dann direkt aus den TradingView Charts heraus handeln – auch aus den Charts, die ursprünglich durch andere Benutzer erstellt wurden. Da es über die Plattform möglich ist, bestimmte Benutzer im Stream zu abonnieren, zählen wir TradingView zu den Social Trading Plattformen im weiteren Sinne – auch wenn eine direkte Kopierfunktion noch nicht zur Verfügung steht.

Quelle: Tradingview.com/ideas/

Social Trading über Zertifikate

Sowohl eToro (interne Ausführung) als auch ZuluTrade (Weiterleitung der Orders an CFD Broker über eine Schnittstelle) führen via Social Trading erteilte Kundenorders letztlich außerbörslich aus.

Anders verhält es sich bei dem Wiener Unternehmen WikiFolio. Trader können dort ihre Strategien zertifizieren lassen. Ist ein Portfolio für Investitionen von Anlegern zertifiziert, können diese ein Zertifikat auf das Portfolio kaufen. Es handelt sich um gewöhnliche Anlagezertifikate. Diese bilden die Entwicklung des WikiFolio Portfolios nahezu 1:1 nach. Zertifikategebühren sowie Gewinnbeteiligungen der Portfoliourheber werden direkt vom Zertifikatskurs abgezogen. Die Zertifikategebühr beträgt 0,95 % pro Jahr. Für die Gewinnbeteiligung („Performancegebühr“) fallen 5-30 % des erzielten Ertrages auf Highwatermark-Basis an.

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Die Wertpapiere sind an den Börsen Stuttgart und Bern handelbar. Jedes Zertifikat verfügt über eine eigene WKN. Emittent der Zertifikate ist die Lang & Schwarz AG. Als Inhaberschuldverschreibungen unterliegen Zertifikate grundsätzlich einem Emittentenrisiko. Allerdings sind die Zertifikate besichert. Die Lang & Schwarz AG verpfändet sämtliche Wertpapiere und Geldkonten, die zu Erfüllung der Verpflichtungen aus den Zertifikaten benötigt werden.

Anleger können die WikiFolio Zertifikate über die Börse in jedes beliebige Depot kaufen. Auch Wertpapiersparpläne sind möglich.

Quelle: WikiFolio.com

Kriterien für gute Social Trading Plattformen

Ist eine der vorgenannten Social Trading Varianten gegenüber den anderen vorzuziehen? Grundsätzlich besitzen alle Varianten ihre Berechtigung. Die Transparenz bei der WikiFolio Lösung ist aufgrund der börslichen Notierung, der Besicherung und der umfangreichen Zertifizierung durch die Plattform möglicherweise etwas größer als bei außerbörslichen Lösungen. Dafür sind die Zutrittshürden für Urheber von Handelsstrategie tendenziell etwas höher.

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Sehr wichtig für die Bewertung von Social Trading Plattformen ist deren Reichweite. Nur Plattformen mit einer großen Reichweite können gute Ergebnisse für alle Beteiligten erzeugen. Dies bedeutet: Eine große Auswahl an erprobten und erfolgreichen Handelsstrategien für Follower und eine attraktive Vergütung für Trader. Alle in diesem Beitrag genannten Plattformen erfüllen dieses Kriterium.