Investieren in Gold: So geht es

Eine Gold Investition zahlt sich immer aus, lautet ein altes Sprichwort. Tatsächlich gilt Gold seit Jahrtausenden als Krisenwährung und Anlagegegenstand. Wir erklären, auf welchen Wegen Privatanleger in Gold investieren können.

Viele Gründe sprechen für eine Gold Investition

Was spricht überhaupt für eine Gold Investition? Gold ist eine Alternative zu Papierwährungen. Diese neigen dazu, entwertet zu werden. In der Historie gibt es unzählige Beispiele für Währungsreformen und Hyperinflationen, die Vermögenswerte zahlreicher Menschen buchstäblich in Luft auflösten.

In Deutschland ist sicherlich die Hyperinflation der 1920er Jahre das präsenteste Ereignis in dieser Hinsicht. Damals verloren Besitzer von Nominalwerten ihr gesamtes Vermögen. Für ein Brot mussten Milliarden Mark bezahlt werden.

Doch auch in der Gegenwart sind Inflationsgefahren nicht von der Hand zu weisen. Die Notenbanken weltweit fahren seit Jahren eine aggressive Niedrigzinspolitik. Die Geldmengen werden ausgeweitet, Anleihen gekauft und Leitzinsen gesenkt. Über kurz oder lang – davon sind Ökonomen überzeugt – werden diese Geldmengen nicht mehr nur Vermögenspreise, sondern auch alle anderen Preise nach oben treiben.

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Viele Anleger fragen sich, wann sie in Gold investieren sollten. Die Antwort: Je früher, desto besser. Tatsächlich zeigt die Historie, dass beim Eintritt von Inflationsereignissen der Goldpreis bereits den größten Teil seines Zuwachses hinter sich gebracht hat.

Anders gesagt: In Zeiten der Inflationsgefahren steigt der Goldpreis, bei tatsächlich steigenden Preisen stagniert oder sinkt er tendenziell etwas. Dies war historisch oft auf steigende Zinsen und eine rückläufige Nachfrage nach Gold aus der Industrie zurückzuführen.

Investieren in Gold: So geht es screenshot 1

Quelle: ecb.eu

Physisch in Gold investieren: Vorteile und Nachteile

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten für eine Gold Investition. Eine davon ist der physische Erwerb von Münzen oder Barren. Anleger können z.B. Krügerrand, Wiener Philharmoniker oder Barren zu Hause oder in einem Schließfach lagern.

Die Lagerung zu Hause ist mit Risiken verbunden. Im Falle eines Einbruchs kann es zum Verlust der Wertgegenstände kommen. Aber auch die Lagerung in einem Tresor ist nicht gänzlich frei von Risiken. Das meinen jedenfalls jene, die staatliche Konfiszierungsmaßnahmen erwarten und deshalb um ihre verwahrten Goldbestände befürchten.

Tatsächlich gibt es in der Historie mehrere Beispiele, in denen Staaten bzw. Regierungen auf die Goldbestände ihre Bürger zugegriffen haben. So gab es bereits Zwangsanleihen, Goldverbote etc.

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Der größte Vorteil bei einem physischen Gold Investment besteht darin, dass die Münzen bzw. Barren tatsächlich zur Verfügung stehen. Anleger sind nicht darauf angewiesen, dass ein Wertpapier oder Auslieferungsversprechen eingelöst wird.

Es gibt jedoch auch Nachteile. So fallen für die Verwahrung im Tresor recht hohe Gebühren an. Außerdem sind die Aufschläge beim Kauf recht hoch. Für einzelne Feinunzen kann der Spread durchaus 5 % erreichen.

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Quelle: Degussa-Goldhandel.de

Investieren in Gold Aktien

Wer in Gold anlegen möchte, kann auch Aktien kaufen, die mit Gold im Zusammenhang stehen. Dazu gehören etwa Aktien von Minenbetreibern, Bergbauunternehmen etc. Steigende Goldpreise führen zumeist auch zum Anstieg der betreffenden Aktien.

Allerdings handelt sich hier um eine eher indirekte Goldinvestitionen. Anleger sollten die unsystematischen Risiken kennen. So kann etwa ein Minenbetreiber auch bei steigenden Goldpreisen in Mitleidenschaft geraten, wenn seine Schürfrechte auslaufen oder andere unternehmensspezifische Probleme auftauchen.

Ein nicht unerheblicher Teil der Produktion findet in Entwicklungs- und Schwellenländern statt. Nicht immer ist die politische Situation in diesen Gegenden stabil.

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Zertifikate und ETCs

Wie in Gold investieren, ohne auf Aktien oder physische Metalle zurückzugreifen? Wer als Privatanleger in Gold investieren möchte, kann auch auf Zertifikate und Exchange Traded Commodities (ETCs) ausweichen.

Zertifikate sind unbesicherte Inhaberschuldverschreibungen, die den Goldkurs nachbilden. Je nach Zertifikatetyp kann dabei ein zusätzlicher Mechanismus (zum Beispiel Discount oder Bonus) zum Einsatz kommen. Auch Quanto-Zertifikate mit Währungssicherung sind verbreitet. Neben Marktpreisrisiken bestehen bei Zertifikaten auch Emittentenrisiken. Vorteilhaft sind die recht niedrigen Kosten und die laufende Handelbarkeit.

ETCs sind börsengehandelte Schuldverschreibungen, die in der Regel zusätzlich besichert sind. Die Besicherung erfolgt typischerweise durch physisches Gold. Der bekannteste Vertreter in Deutschland ist Xetra-Gold. Die Deutsche Börse Commodities GmbH emittiert Anleihen, die auf jeweils 1 g Gold lauten. Für jede emittierte Anleihe wird 1 g Gold im Tresor des Unternehmens verwahrt. Xetra-Gold  ist auch im Rahmen von Sparplänen zugänglich. So können Anleger mit kleineren, regelmäßigen Einzahlungen in Gold investieren.

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Quelle: Xetra-Gold.com

Anleger sollten vor einem Investment in einen Gold-ETC die Bedingungen genau unter die Lupe nehmen. Neben den Kosten gehört dazu die Besicherung. Verfügt das Unternehmen als Treuhänder wirklich über genügend Goldreserven? Besteht ein physischer Auslieferungsanspruch? Zu welchen Kosten?

Der Auslieferungsanspruch ab dem ersten Gramm macht in steuerlicher Hinsicht einen wichtigen Unterschied aus. Besteht ein solcher Auslieferungsanspruch, sind Veräußerungsgewinne nach Ablauf einer einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei. Ohne Auslieferungsanspruch unterliegen Veräußerungsgewinne der regulären Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag.

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Mit CFDs auf den Goldpreis spekulieren

Viele Anleger betrachten Gold nicht (ausschließlich) als Langzeitinvestment und sind vielmehr interessiert an den Kursschwankungen. Tatsächlich vollzog sich beim Goldpreis in den vergangenen Jahren häufiger eine stärkere Kursbewegung. Die Abbildung unten zeigt den Goldkurs im Zeitraum von Ende 2017 bis Ende 2021. Zu sehen ist ein sehr dynamischer Aufwärtstrend, der den Kurs von ca. 1200 USD bis hin zu mehr als 2000 USD trieb. Auf den starken Impuls folgte eine Konsolidierungsphase.

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Quelle: Tradesignalonline.com

Wer eher kurzfristig in Gold investieren möchte, kann Differenzkontrakte (Contracts for Difference, CFDs) nutzen. Ein CFD bildet den Goldpreis nahezu 1:1 ab. CFDs werden außerbörslich über spezialisierte Broker gehandelt. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber Wertpapieren besteht in den zumeist sehr niedrigen Kosten. Gute CFD Broker verlangen keine Kommissionen für ihre Goldkontrakte. Die Kosten beschränken sich dann auf den Spread – der häufig im Bereich von 0,1-0,25 USD pro Feinunze liegt. Die Kostenbelastung ist dadurch sehr viel geringer.

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CFDs bieten weitere Vorteile. So können Anleger mit den Kontrakten nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Kurse wetten und zudem einen Hebel nutzen. Fast alle CFD Broker bieten Kontrakte auf Gold an. Die Abbildung unten zeigt Informationen zum Goldkontrakt des Brokers Admiral Markets. Wie oben rechts in der roten Umrandung zu erkennen, liegt  der Spread unterhalb von 0,25 USD pro Feinunze. Eine Feinunze kostete zum betreffenden Zeitpunkt rund 1.800 USD. 

Investieren in Gold: So geht es screenshot 5

Quelle: AdmiralMarkets.com

Fazit

Wer eine Goldinvestition tätigen möchte, muss sich zunächst zwischen physischem Investment, Zertifikaten, ETCs, CFDs und Goldaktien entscheiden. Keine Variante bietet 100-prozentigen Schutz vor Hyperinflation und Währungsreform, weil die Arme des Staates in Extremzeiten weit reichen.

Die Chancen stehen jedoch deutlich besser als mit Bankguthaben oder Bargeld. Wer in ETCs mit physischem Auslieferungsanspruch investiert, profitiert von steuerlichen Vorteilen. CFDs bieten sehr viel Flexibilität, niedrige Kosten und die Möglichkeit eines Hebels.